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Armut hat viele Gesichter

Das Jahr 2010 war das europäische Jahr zur Armutsbekämpfung.

Da die Zahl der von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffenen Menschen heute einen traurigen Höhepunkt erreicht hat, ist es laut EU das Ziel, die Rechte genau dieser Menschen zu fördern. Es ist an der Zeit ein gesamtgesellschaftliches Bewusstsein für diese Thematik zu schaffen, auch weil Armut in vielen Fällen verschwiegen wird. Armut und soziale Ausgrenzung sind Lebenslagen, mit denen man sich nicht gerne schmückt, sie lösen in den Betroffenen oft ein Gefühl der Scham aus. Stigmatisierungen und Vorurteile den Betroffenen gegenüber sind nicht selten der Fall.

Österreich ist zwar im internationalen Vergleich ein reiches Land, jedoch ist die Verteilung der Ressourcen sehr ungleich. Obwohl der Wohlstand auf der einen Seite angestiegen ist, weitet sich andererseits die Zahl der wirtschaftlichen und sozialen Notlagen einzelner Bevölkerungsgruppen aus.
Diese Entwicklung nimmt auch negativ Einfluss auf die ohnehin oft schwierigen Lebenslagen von alten und älteren Menschen und Menschen mit psychischen Erkrankungen. So lebt die Mehrheit der alten Menschen in relativ gesicherten Lebensverhältnissen, während jedoch ein wachsender Teil der alten und älteren Menschen, sowie der Menschen, die psychosoziale Beeinträchtigungen haben, von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen ist.

Das Kärntner Armutsnetzwerk, das auch von pro mente kärnten unterstützt wird, ist eine Organisation, die der Armut den Kampf angesagt hat.
Im Jahr 2010 fand bereits die vierte Kärntner Armutskonferenz statt und ich, Carina Kofler, wurde gebeten diese Konferenz mit einem künstlerischen Projekt zu unterstützen.

Da auch viele unserer Klientinnen und Klienten armutsgefährdet oder von Armut betroffen sind, bat ich einige von ihnen, mich bei diesem Projekt zu unterstützen. In dieser äußerst guten und spannenden Zusammenarbeit haben viele Klientinnen und Klienten ihr Gesicht zur Verfügung gestellt, um auf dieses wichtige Thema „Armut“ aufmerksam zu machen. Wir haben gemeinsam in einem Brainstorming Begriffe erarbeitet, mit denen sie „Armut“ verbinden und aus der Zusammensetzung der Fotografien und der Schlagwörter unserer Klientinnen und Klienten ist der Kurzfilm „Armut hat viele Gesichter“ entstanden.

Mag. Carina Kofler
Sozialpsychiatrisches Tageszentrum Villach

Video: Armut hat viele Gesichter

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